Dein Bauch ist dein Kompass

Das erste Kind. Die erste Kinderkrankheit. Das Baby schreit… und dann diese Stimmen! Tu dies, tu das, tu es so, mach das nicht! Waaaaaahhhhhhh…. Tipps, Ratschläge und ein Haufen von Menschen, die wissen was am Besten für dein Baby ist.

Dein Bauch ist dein Kompass

Frisch aus dem Krankenhaus entlassen, zu Hause angekommen und der Mittagsschlaf ist vorbei. Das Kind brüllt. Ok, lass mich kurz checken! Hunger? Nein! Hose voll? Nein! Müde? Nein! Oh Gott was ist nur los? Fragen über Fragen! Unsicherheit Hallo! Aber was jetzt? Es ist ja nicht so, dass man bereits unter Adrenalin steht, nein! Jetzt kommen auch noch geballt die tollen Ratschläge von dem ganzen Besuch. Was hat es denn? Versuch es doch mal so! Wurde es schon gestillt? Bei unseren Kindern war das früher aber so! Hiiiiiiiiiiiiilllllllllffffeeeeee! Ich habe echt andere Sorgen als jetzt auch noch meinen Besuch zu beruhigen. Ich muss erst nach meinem schreienden Baby schauen und deshalb, STOP!

Ja wenn ich damals mein Wissen von heute (also ca. 1 Jahr später) gehabt hätte, hätte ich mir so einige graue Haare erspart. Es gab kaum was störenderes als die ganzen tollen Ratschläge um mich herum. Ja wir wurden sogar damit überschüttet, obwohl wir es nicht wollten. Bei dem Thema Kind kann wohl jeder seinen nicht erwünschten Senf dazugeben. Unglaublich, und dann wird man auch noch schräg angeschaut wenn man etwas nicht so macht wie es einem vor 5 Sekunden geraten wurde. Das macht das Leben einer Erstlingsmama nicht einfacher.

Ich gebe euch einen kurzen Einblick, was ich meine. Ausgangssituation:
Unser Milchmadl war die ersten drei Monate ein sehr guter Schläfer. Wir konnten sie wach in ihr eigenes Bett legen und sie hat von 22 Uhr bis 6 Uhr durchgeschlafen. Ungelogen und ungeschönigt! Es war so! Wir konnten uns sehr glücklich schätzen. Nach den ersten drei Monaten war damit Schluss! Knallhart und erbarmungslos hatte uns die andere Seite der Realität erwischt. Wir standen vor den härtesten 6 Monaten unserer kleinen Familie.

Unser Kind konnte nicht mehr richtig eingeschlafen, wurde alle 20 Minuten wach, hat geheult und die  Nächte zum Tag gemacht. Die Nächte wurden zum absoluten Horror. Wenn wir es schafften 30 Minuten am Stück zu liegen war es gut. Anfangs steckt man das alles gut weg aber desto länger diese Situation anhielte ging es an die Nerven. Es war kein Ende in Sicht… Ganz entsprechend der Situation haben wir sämtliche tolle Ratschläge erhalten. Die häufigsten Ratschläge waren:

(1) Das Kind sollte aus dem Elternschlafzimmer raus ihr weckt es bestimmt

(2) Lasst das Kind nicht in euer Bett schlafen, sonst gewöhnt es sich daran und schläft dann noch mit 5 bei euch!

Was sollen Erstlingseltern da machen? Wir haben eine lange Zeit versucht uns daran zu halten, bis ich eines Nachts eine wichtige Entscheidung getroffen habe!

Ich mache es auf meine Art und Weise! Punkt!
Ich hab unser Baby nächtelang auf meinem Bauch schlafen lassen. So kamen wir alle wieder zur Ruhe. Die Schlafphasen wurden deutlich länger. Es wurde so gut, dass sie alleine neben uns im Bett schlief, ja sogar wieder durchschlief.Schritt für Schritt ging es aufwärts. Heute schläft sie wieder erfolgreich durch. Dabei ist mir nicht wichtig, dass sie durchschläft, es ist „nur“ eine schöne Nebensache! Es geht mir vielmehr darum zu zeigen, dass ihr als Mütter am besten wisst was für eure Kinder gut ist. Wir wissen nicht was damals war. Es bringt auch nichts nach Gründen zu suchen. Es geht darum die Situation anzunehmen und einen Weg zu finden der es für alle erträglicher macht.

In solchen Situationen ist euer Bauch euer Kompass. Ihr als Mütter habt eine starke innere enge Verbindung zu euren Kindern und wenn ihr in euch hinein hört, wisst ihr genau was gut ist und was nicht. Lasst euch nicht beirren und geht euren Weg. Wenn wir damals uns an die Ideologien von Fachpresse, Fachleuten und Besserwissern gehalten hätten, wäre die Situation sicherlich nicht so wie sie heute ist. Davon bin ich überzeugt!

Deshalb unsere Tipps für euch:

1. Macht euch frei
… und findet eigene Wege, die zu euch und eurer Situation passen.

2. Hört euch alles an
…aber entscheidet selber wie ihr die Ratschläge verwertet und umsetzt.

3. Mainstream
…muss nicht immer richtig und gut sein

4. Habt Ihr euch für was entschieden,
…gebt euch und eurem Kind Zeit um Veränderungen anzunehmen. Ein Kind brauch im Schnitt 4-5 Tage um Veränderungen anzunehmen.

Und des Wichtigste:

Hört auf euer Bauchgefühl
-Euer Bauch ist euer Kompass-

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